Nur du
Ich laufe.
Finde keinen Weg.
Die Nacht ist kalt.
Der Tag ist lang.
Stunden vergehen.
Minuten vergehen.
Aber ich komme nicht weiter.
Die Zeit bleibt stehen.
Auf einmal, ich habe Angst.
Fühle mich alleine.
Und einsam.
Möchte weinen.
Und dich im Arm halten.
Mich an dir festhalten.
Damit du bei mir bleibst.
Es ist düster.
Oder sind es nur meine Gedanken?
Die düster sind wie die Nacht.
Pechschwarz.
Eben war alles noch bunt.
Schön.
Ich habe es genossen.
Wie im Rausch.
Die vielen Lichter.
Die Eindrücke deiner Bewegungen.
Die vielen Farben.
Den Klang.
Die Lautstärke.
Alles laut.
Und viele Menschen.
Jetzt ist es leise.
Und trotzdem sind viele Menschen da.
Immer noch.
Aber es ist anders.
Eben war es noch schön.
Jetzt ist es traurig.
Ich spüre mich selbst nicht mehr.
Als würde man mich vom Leben wegreissen.
Dabei ging es mir so gut.
Vor zwei Sekunden noch.
Meine Beine geben unter mir nach.
Ich bewege mich langsam, möchte weg.
Es ist, als würde ich auf Watte gehen.
Du hast mir den Boden genommen.
Indem du weggegangen bist.
Ich versuche den Schmerz nicht zuzulassen.
Stammele irgendwas.
Aber weiss nicht, was ich sage.
Meine Gedanken sind nicht mehr da.
Mein Kopf ist leer.
Alles wie ausgelöscht.
Ich kämpfe gegen die Tränen an.
Versuche ein Lächeln.
Werde gefragt, was los ist.
Ich sage nichts.
Es geht mir gut.
Zumindest rede ich mir das ein.
Es ist anders.
Anders als die anderen Male.
Bei denen du fortgegangen bist.
Ich habe Angst.
Angst, dass es das letzt mal war.
Dass es nun das letzte Mal ist.
Und du nie wieder kommst.
Ich atme die kalte Luft ein.
Höre die vielen Stimmen kaum.
Nur wie von weit entfernt.
Sie sind weit weg.
Ich möchte alleine sein.
Für mich alleine.
Du bist auch nicht da.
Lass mich alleine.
Lass mich los.
Warum kann ich dich nicht gehen lassen?
Es macht mich traurig.
Ich weigere mich dagegen.
Aber ich kann nicht anders.
Ich brauche dich mehr, als ich mir eingestehen kann.
Als ich mir eingestehen möchte.
Ich darf es nicht.
Darf nicht so an dir hängen.
Nicht so viel für dich empfinden.
Nein, ich darf es einfach nicht.
Ich kann es nicht.
Ertrage es nicht.
Es bringt mich immer wieder zur Verzweiflung.
Zur Ratlosigkeit.
Es macht ein Wrack aus mir.
Und trotzdem kann ich nicht aufhören.
Sehne mich nach dir.
Nehme alles mit, was ich kriegen kann.
Wie kann ich so an dir hängen?
Was macht es möglich?
Kennst du mich?
Warum bist du da?
Warum mag ich dich?
Bitte, lass mich nicht im Stich.
Ich stelle Ansprüche an dich.
Ansprüche, die mir nicht zustehen.
Aber ich brauche es.
Vielleicht bin ich ein Egoist.
Aber meine Liebe ist grösser als alles.
Unendlich, ich weiss es.
Niemals habe ich soviel empfunden.
Niemals soviel gegeben.
Aber ich darf es nicht.
Warum ist es, wie es ist?
Ich wünschte, du wärst da.
Ich merke, dass ich friere.
Möchte mir was überziehen.
Aber habe nichts.
Und möchte nicht zurück zu allen anderen.
Möchte alleine sein.
Und niemanden sehen.
Es regnet.
Der Regen vermischt sich mit meinen Tränen.
Ich stolpere, ärgere mich.
Bin völlig aus der Bahn geworfen.
Sehe den Fluss, komme näher.
Sammele Steinchen.
Lass sie ins Wasser springen.
Aber du bist nicht da.
Ich lächele kurz.
Ein Lächeln für dich.
Und eine Träne wegen dir.
Und noch eine.
Tausende Tränen sind nicht aufzuhalten.
Alles ist leer in mir.
Die Eindrücke schwirren durch meinen Kopf.
Möchte nicht vergessen.
Möchte nur erleben.
Aber darf nicht.
Du bist nicht hier.
Du kannst nicht bei mir sein.
Du darfst nicht.
Ich habe kein Recht auf dich.
Meine Hand taucht ins kalte Wasser.
Es schmerzt, ist so kalt.
Es kümmert mich nicht.
Laufe ein paar Meter weiter.
Laufe langsam die Brücke hoch.
Schritt für Schritt.
Bleibe in der Mitte stehen.
Kralle mich am Geländer fest.
Ich möchte nicht.
Denke an bald.
Weine still vor mich hin.
Drehe mich mit dem Rücken zu anderen.
Sie laufen an mir vorbei.
Möchte nicht angesprochen werden.
Schaue aufs Wasser.
Das sich still und leise bewegt.
Wie kalt es wohl ist?
Langsam kehre ich um.
Die Stimmen kommen mir unwirklich vor.
Leise betrete ich den Raum.
Die Fassung, die ich gerade erst wiedergefunden habe.
Sie verschwindet sofort.
Tränen kommen zurück.
Ich möchte nicht, dass du weg bist.
Wann werde ich dich wiedersehen?
Werde ich das?
Ich muss.
Solange, bis ich schwach bin.
Und nicht mehr mich gegen mich selbst wehren kann.
Wenn ich dann aufgegeben habe.
Weiss ich, dass du trotzdem da bist.
Und es kümmert dich nicht.
Trotzdem, ich möchte dir sagen.
Einmal im Leben.
Dass nur du mich halten kannst.
Ich vermisse dich.
Glaubst du mir?
(c) 21.01.2005
Finde keinen Weg.
Die Nacht ist kalt.
Der Tag ist lang.
Stunden vergehen.
Minuten vergehen.
Aber ich komme nicht weiter.
Die Zeit bleibt stehen.
Auf einmal, ich habe Angst.
Fühle mich alleine.
Und einsam.
Möchte weinen.
Und dich im Arm halten.
Mich an dir festhalten.
Damit du bei mir bleibst.
Es ist düster.
Oder sind es nur meine Gedanken?
Die düster sind wie die Nacht.
Pechschwarz.
Eben war alles noch bunt.
Schön.
Ich habe es genossen.
Wie im Rausch.
Die vielen Lichter.
Die Eindrücke deiner Bewegungen.
Die vielen Farben.
Den Klang.
Die Lautstärke.
Alles laut.
Und viele Menschen.
Jetzt ist es leise.
Und trotzdem sind viele Menschen da.
Immer noch.
Aber es ist anders.
Eben war es noch schön.
Jetzt ist es traurig.
Ich spüre mich selbst nicht mehr.
Als würde man mich vom Leben wegreissen.
Dabei ging es mir so gut.
Vor zwei Sekunden noch.
Meine Beine geben unter mir nach.
Ich bewege mich langsam, möchte weg.
Es ist, als würde ich auf Watte gehen.
Du hast mir den Boden genommen.
Indem du weggegangen bist.
Ich versuche den Schmerz nicht zuzulassen.
Stammele irgendwas.
Aber weiss nicht, was ich sage.
Meine Gedanken sind nicht mehr da.
Mein Kopf ist leer.
Alles wie ausgelöscht.
Ich kämpfe gegen die Tränen an.
Versuche ein Lächeln.
Werde gefragt, was los ist.
Ich sage nichts.
Es geht mir gut.
Zumindest rede ich mir das ein.
Es ist anders.
Anders als die anderen Male.
Bei denen du fortgegangen bist.
Ich habe Angst.
Angst, dass es das letzt mal war.
Dass es nun das letzte Mal ist.
Und du nie wieder kommst.
Ich atme die kalte Luft ein.
Höre die vielen Stimmen kaum.
Nur wie von weit entfernt.
Sie sind weit weg.
Ich möchte alleine sein.
Für mich alleine.
Du bist auch nicht da.
Lass mich alleine.
Lass mich los.
Warum kann ich dich nicht gehen lassen?
Es macht mich traurig.
Ich weigere mich dagegen.
Aber ich kann nicht anders.
Ich brauche dich mehr, als ich mir eingestehen kann.
Als ich mir eingestehen möchte.
Ich darf es nicht.
Darf nicht so an dir hängen.
Nicht so viel für dich empfinden.
Nein, ich darf es einfach nicht.
Ich kann es nicht.
Ertrage es nicht.
Es bringt mich immer wieder zur Verzweiflung.
Zur Ratlosigkeit.
Es macht ein Wrack aus mir.
Und trotzdem kann ich nicht aufhören.
Sehne mich nach dir.
Nehme alles mit, was ich kriegen kann.
Wie kann ich so an dir hängen?
Was macht es möglich?
Kennst du mich?
Warum bist du da?
Warum mag ich dich?
Bitte, lass mich nicht im Stich.
Ich stelle Ansprüche an dich.
Ansprüche, die mir nicht zustehen.
Aber ich brauche es.
Vielleicht bin ich ein Egoist.
Aber meine Liebe ist grösser als alles.
Unendlich, ich weiss es.
Niemals habe ich soviel empfunden.
Niemals soviel gegeben.
Aber ich darf es nicht.
Warum ist es, wie es ist?
Ich wünschte, du wärst da.
Ich merke, dass ich friere.
Möchte mir was überziehen.
Aber habe nichts.
Und möchte nicht zurück zu allen anderen.
Möchte alleine sein.
Und niemanden sehen.
Es regnet.
Der Regen vermischt sich mit meinen Tränen.
Ich stolpere, ärgere mich.
Bin völlig aus der Bahn geworfen.
Sehe den Fluss, komme näher.
Sammele Steinchen.
Lass sie ins Wasser springen.
Aber du bist nicht da.
Ich lächele kurz.
Ein Lächeln für dich.
Und eine Träne wegen dir.
Und noch eine.
Tausende Tränen sind nicht aufzuhalten.
Alles ist leer in mir.
Die Eindrücke schwirren durch meinen Kopf.
Möchte nicht vergessen.
Möchte nur erleben.
Aber darf nicht.
Du bist nicht hier.
Du kannst nicht bei mir sein.
Du darfst nicht.
Ich habe kein Recht auf dich.
Meine Hand taucht ins kalte Wasser.
Es schmerzt, ist so kalt.
Es kümmert mich nicht.
Laufe ein paar Meter weiter.
Laufe langsam die Brücke hoch.
Schritt für Schritt.
Bleibe in der Mitte stehen.
Kralle mich am Geländer fest.
Ich möchte nicht.
Denke an bald.
Weine still vor mich hin.
Drehe mich mit dem Rücken zu anderen.
Sie laufen an mir vorbei.
Möchte nicht angesprochen werden.
Schaue aufs Wasser.
Das sich still und leise bewegt.
Wie kalt es wohl ist?
Langsam kehre ich um.
Die Stimmen kommen mir unwirklich vor.
Leise betrete ich den Raum.
Die Fassung, die ich gerade erst wiedergefunden habe.
Sie verschwindet sofort.
Tränen kommen zurück.
Ich möchte nicht, dass du weg bist.
Wann werde ich dich wiedersehen?
Werde ich das?
Ich muss.
Solange, bis ich schwach bin.
Und nicht mehr mich gegen mich selbst wehren kann.
Wenn ich dann aufgegeben habe.
Weiss ich, dass du trotzdem da bist.
Und es kümmert dich nicht.
Trotzdem, ich möchte dir sagen.
Einmal im Leben.
Dass nur du mich halten kannst.
Ich vermisse dich.
Glaubst du mir?
(c) 21.01.2005
raining1982 - 12. Feb, 17:56
